FAQs

FAQs

Was macht Campace?


Wir erforschen die Möglichkeiten und das Potenzial komplementärer und alternativer Medizin mit dem Ziel, sie allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Im Fokus liegt dabei zurzeit die Homöopathie. Hierfür entwickeln wir Forschungskonzepte, vergeben Forschungsaufträge, veröffentlichen relevante Ergebnisse und schulen Fachkreise. Sobald ausreichend belastbare Daten vorliegen, unterstützen wir die Implementation dieser Therapiemethoden im In- und Ausland.




Was bedeutet Campace?


CAM ist die Kurzform von "Complementary and Alternative Medicine". 
Pace hat mehrere Bedeutungen: Es steht für Patient-centered, was bedeutet, dass wir uns mit unserer Forschung am Bedarf der Patienten ausrichten. Unser Ziel ist, das Potenzial komplementärer Methoden zu erforschen und weiter zu entwickeln, wobei die konkrete Anwendbarkeit immer im Fokus steht. Im Englischen bedeutet pace „Tempo“. Wir wenden systematische und innovative Forschungsmethoden an. Wir greifen auf ein breites, internationales Netzwerk aus Partnern zurück, die unsere Vision teilen. Sie unterstützen uns mit ihrem Wissen und sind zugleich Multiplikatoren unserer Arbeit. Diese Vernetzung ermöglicht uns, schnell und vor allem flexibel zu agieren. Und es geht uns um einen friedlichen Ansatz, der ohne Tierversuche auskommt und nicht kompetitiv ist (pace lat.= in Frieden).




Warum gibt es uns?


Wir wünschen uns eine gerechtere Medizin. Wir möchten, dass alle Menschen Zugang zu wirksamen Therapien bekommen, unabhängig von ökonomischen, sozialen und regionalen Hintergründen. 
Dabei verbinden uns grundlegende Werte und Gedanken, wie der Glaube an die Zusammenarbeit von Menschen, das Wissen, was CAM zum Wohle der Patienten leisten kann und die Idee einer effektiven, sicheren und nachhaltigen Open-Source-Medizin.
Wir forschen mit modernsten Technologien und inspiriertem Forschergeist, um dies zu verwirklichen.




Wer steht hinter Campace?


Wir sind ein Team aus Frauen und Männern, die ganz unterschiedliche fachliche Expertise mitbringen. Im Detail: Gregor Kindelmann ist Gründer und Geschäftsführer von Campace, er organisiert das wissenschaftliche Netzwerk und entwickelt die Forschungssystematik.
Die Leitung der Geschäftsstelle hat Karen Schürmann übernommen, die wesentlich zum Aufbau der Strukturen von Campace beiträgt.
Jeremy Sherr bringt seine langjährige Erfahrung aus der Praxis und aus Arzneimittelprüfungen ein. Jörg Wichmann hat die Erfassung aller homöopathischen Einzelmittel übernommen. Elisabeth von Wedel wird uns bei der Entwicklung von Implementationsstrategien unterstützen. Christine Lauterbach ist verantwortlich für die Schulungskonzeption.
Durch unsere Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen arbeiten wir mit verschiedenen Wissenschaftlern aus dem Bereich Biotechnologie zusammen. Ansonsten umfasst unser Netzwerk viele komplementär- und alternativmedizinisch arbeitende Therapeuten, Spender und Interessierte, die sich mit ihrem spezifischen Wissen einbringen, Strukturen aufbauen und am Laufen halten. Und unsere Organisation wächst ständig, denn nur so ist ein Projekt dieses Umfangs umzusetzen.




Wie ist Campace hinsichtlich finanzieller Ressourcen aufgestellt?


Zum einen ist Campace mit Stammkapital ausgestattet, um zunächst einmal die notwendigen Strukturen aufzubauen. Ein Teil der Versuche, die gerade durchgeführt werden, sind durch einen Forschungsauftrag von Michael Gracher vom GSE-Vertrieb finanziert, der großes Engagement in verschiedenen Hilfsprojekten zeigt. Die nächsten Schritte, die uns in die Lage versetzen, noch systematischer und umfassender zu arbeiten, werden wir durch Spenden und Fördergelder umsetzen können.




Warum starten wir unsere Forschungsaktivitäten im Bereich der Homöopathie?


Die grundsätzliche Wirkung der Homöopathika ist sowohl in klinischen Studien, als auch in Tier- und Pflanzenmodellen belegt. Ein Großteil der systematischen Übersichtsarbeiten, die das stärkste Kriterium in der evidenzbasierten Medizin sind, zeigen Effekte, die über den Placebo-Effekt hinausgehen.
Zusätzlich gibt es für die Homöopathie bereits viele Untersuchungen aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Forschungsfeldern: Jean-Louis Demangeat und Steven J. Cartwright zeigen physikalische Effekte potenzierter Substanzen, Luc Montaginers stellt biologische Auswirkungen fest. Andere Forschungsreihen demonstrieren statistisch hochsignifikante Effekte in Pflanzenmodellen z.B. mit Wasserlinsen oder Weizengras. Und nicht zuletzt zeigt natürlich die Versorgungsforschung, dass homöopathische Behandlungen wirksam sind.
Die Behandlungserfolge von Homöopathen, die sich auf die Behandlung schwerer Erkrankungen wie z.B. Krebs spezialisiert haben, legen eine genauere Betrachtung der Homöopathie in diesem Zusammenhang nahe.
Die verhältnismäßig geringen Kosten und die Robustheit der Arzneien – sie sind hitze- und kältestabil sowie oral zu verabreichen - machen diese Medizin in einkommens- und strukturschwachen Regionen zusätzlich zu einer guten Alternative.




Benötigen wir denn wirklich weitere Forschung? Sind die Behandlungsergebnisse und Millionen zufriedener Patienten nicht Beweis genug?


Das wäre zu bequem. Natürlich benötigen Behandler und Patienten keinen Beweis, aber unsere Forschung zielt ja darauf ab, die Methode zu verbessern und einer größeren Zahl von Patienten zugänglich zu machen. Durch den Einsatz moderner Forschungsmethoden werden wir große Erkenntnissprünge machen können und so Zugriff auf bisher nicht genutzte Arzneimittel bekommen. Abgesehen davon wünschen sich laut Forsa-Studie 75% der Befragten, dass die Homöopathie beforscht wird. 50-60% der Deutschen nutzen Homöopathika. Diese Gruppe hat das Recht auf Forschung in diesem Bereich, um letztendlich eine informierte und fundierte Entscheidung treffen zu können.




Was unterscheidet uns von anderen Stiftungen und Vereinen, die im Bereich Homöopathie-Forschung aktiv sind?


Wir fokussieren uns voll auf die Anwendung am Menschen. Wir möchten die Behandlungsmöglichkeiten erweitern und verbessern. Zusätzliche Evidenz, dass Homöopathie sich nicht auf Placeboeffekte reduzieren lässt, wird nur ein Nebenprodukt sein. Uns geht es um eine faire und gerechte Medizin, zu der alle Menschen Zugang haben, sowie um wissenschaftliche Teilhabe all derer, die Forschung in diesem Bereich als wichtig erachten. Zusätzlichen wollen wir, dass Patienten und Therapeuten eine informierte Entscheidung treffen können.




Welchen Aktionsradius hat Campace?


Viele Probleme unserer Zeit lassen sich nur global lösen. Von daher ist unser Mitarbeiter- und Unterstützernetz international, und unser Tun zielt darauf ab, die Gesundheitsversorgung besonders in einkommens- und strukturschwachen Regionen zu verbessern.




Wie genau sehen unsere Aktivitäten aus?


Die Arbeitsweise der Campace folgt, ist Forschungskonzepte zu entwickeln und daraufhin Forschungsaufträge an spezialisierte Einrichtungen oder Wissenschaftler zu vergeben. Die Resultate werden der Fachöffentlichkeit frei zugänglich gemacht und, wo erforderlich, spezielle Schulungen angeboten. Weiterhin unterstützen wir die Implementation der Ergebnisse im Rahmen von Hilfsprojekten im In- und Ausland, z.B. durch die Bereitstellung von Arzneien oder diagnostischen Geräten sowie der Schulung von Mitarbeitern.




Sind alternativ- und komplementärmedizinische Verfahren ein sinnvoller Bestandteil der weltweiten Gesundheitsversorgung?


Auf jeden Fall. Die WHO “Traditional Medicine Strategy 2014-2023” kommt unter anderem zu dem Schluss, dass qualifizierte Komplementärmedizin ein positiver Beitrag zur allgemeinen Gesundheitsabsicherung sein kann. Weiterhin wird darauf verwiesen, dass CAM Verfahren das Potential haben, die Gesundheitskosten zu senken. Vor dem Hintergrund der Zunahme chronischer Erkrankungen sollte außerdem auf eine verbesserte Zusammenarbeit des konventionellen und alternativen Gesundheitssektors hingearbeitet werden – so die Empfehlung.




Ein erstes Forschungsprojekt von Campace beschäftigt sich mit der Wirkung von Homöopathika auf Krebszellen. Warum startet Campace genau in diesem Bereich?


Es gibt unterschiedliche Gründe für dieses Vorgehen. Zum einen haben wir sehr ermutigende Ergebnisse was die Behandlung von Krebskranken betrifft, z.B. von Jens Wurster in Italien, der Banerji Foundation in Indien und mehreren Kliniken in den USA sowie von vielen anderen erfahrenen Therapeuten weltweit. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation bisher keinen Zugang zu effektiven Krebstherapien haben.
In der Arzneimittelforschung gibt es aussagekräftige, zellbasierte in vitro Versuche, mit denen sich die Effekte unterschiedlichster Substanzen auf Krebszellen untersuchen lassen. Es handelt sich dabei um Verfahren, die aus dem Wissenschaftsbetrieb nicht mehr wegzudenken sind. Wir nutzen diese, um potentiell hilfreiche, homöopathische Arzneimittel zu identifizieren und sie anschließend weiteren Prüfungen zu unterziehen.




Welche Fragestellung steht hinter genau diesem Forschungsprojekt?


Die wichtigste Frage ist, welche, außer den schon bekannten, Arzneien hemmende Effekte auf das Wachstum von Krebszellen haben können bzw. das Immunsystem des Patienten dahingehend aktivieren, Krebszellen besser erkennen und bekämpfen zu können. Weiterhin wollen wir Hinweise darauf bekommen, welche Dosis bzw. Dosierung die besten Ergebnisse mit sich bringt.




Durch konventionelle Medikamente gibt es immer wieder Resistenzen, Nebenwirkungen und Umweltbelastungen. Wie sieht es diesbezüglich mit der Homöopathie aus?


Resistenzbildung ist ein Thema, das von immenser Wichtigkeit ist. Von daher sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, deren Entstehung zu verhindern, wozu auch der Einsatz von Homöopathie und anderer CAM-Verfahren zählt.
Mit den Herstellungsprozessen konventioneller Arzneien kann eine starke Umweltbelastung einhergehen, insbesondere natürlich in Ländern mit zu lockeren Umweltauflagen. Aber auch einige Ausscheidungen von Arzneien bzw. den entsprechenden Abbauprodukten belasten die Gewässer.
Von Homöopathika sind solche Auswirkungen nicht zu erwarten, da sie in höheren Potenzen keine toxischen Effekte haben – sie sind damit für Patient und Umwelt unbedenklich. Vor diesem Hintergrund ist auch folgerichtig, dass in der Homöopathie-Forschung auf Tierversuche verzichtet werden kann. Auch in Bezug auf CO2-Ausstoß und Erhalt der Bio-Diversität sind homöopathische Herstellungsprozesse nachhaltiger.